FAQ: Allgemeine Informationen über Leuchtstofflampen

Welche Leuchtstofflampen kann man zur Beleuchtung von Tiefgaragen einsetzen, in denen die Lampen auch häufig geschaltet werden?
Empfohlen werden einlampige Leuchten mit Abdeckung (Feuchtraumleuchten) für Leuchtstofflampen 58 W, die mit einem geeigneten Warmstart-EVG ausgestattet sind.
Als EVG wird das Gerät QTP 8 1x58 von OSRAM empfohlen, welches speziell auf die Eigenschaften der Lampe in Verbindung mit dem häufigen Schalten abgestimmt ist. Neben der Auswahl von Lampe, Leuchte und EVG sollte noch darauf geachtet werden, dass jeder Brennzyklus nicht unter 10 min liegt (besser 15 min). Der Grund hierfür liegt darin, dass nach jeder Zündung der Lampe deren Elektroden eine bestimmte Zeit für das sogen. Freibrennen benötigen.

Wie zeigt sich die Veränderung der Lichtfarbe beim Dimmen? (T5)
Die Veränderung der Lichtfarbe ist bei Anwendungen mit freibrennenden, gedimmten Lampen kaum wahrnehmbar.
Bei Betrieb in z.B. sehr engen/geschlossenen Leuchten kann es aufgrund deutlicher Temperaturunterschiede um die Lampen herum - durch einen Wärmestau in den Leuchten - zu merklichen Farbortverschiebungen kommen.

Warum glimmen Leuchtstofflampen noch die ganze Nacht nach, obwohl sie ausgeschaltet werden?
Leuchtstofflampen tun dies per se nicht. Dies ist abhängig von der Leuchte - wenn nach Ausschalten noch ein Potential gegenüber dem Umfeld vorhanden ist, werden Quecksilberatome zur UV-Strahlung angeregt, die wie sonst auch, im Leuchtstoff in sichtbares Licht umgewandelt wird. Es ist kein Speichereffekt!

Kann man Leuchtstofflampen auch im Kurzzeitbetrieb einsetzen, z.B. in der Displaybeleuchtung mit kurzer Folge in einzelnen Segmenten oder zum Takten?
Leuchtstofflampen und auch Kompakt-Leuchtstofflampen sind von der Konstruktion her für längere Betriebszeiten pro Schaltung ausgelegt, kürzere Brennzeiten führen automatisch zu einer kürzeren Lebensdauer der Lampen. Man kann diesen Effekt im bestimmten Umfang mildern, wenn hochwertige elektronische Vorschaltgeräte zum Einsatz kommen. Eine generelle Empfehlung kann man nicht geben, da jeder Fall andere Vorgaben bzw. Vorstellungen zur Nutzung beinhaltet (unterschiedliche An- und Auszeiten beispielsweise).

Wie hoch ist die Lebensdauer von Leuchtstofflampen?
Die Angabe der mittleren Lebensdauer (LD) besagt, dass bis zu diesem Wert 50% der eingesetzten Lampen ausgefallen sein können, wobei die Prüfung unter Normbedingungen erfolgen muss. Dies bedeutet bei Leuchtstofflampen im wesentlichen Betrieb an Nennspannung und bei 25° C Umgebungstemperatur sowie bei maximal 8maligem Schalten pro 24 Std. (Schaltrhythmus 165 min ein, 15 min aus).
Darüber hinaus wird noch oft der Begriff Nutzlebensdauer (Nutz-LD) verwendet, auch diese Angabe gilt streng genommen nur für eine Anlage, in der sich mehrere Lampen befinden. Die Nutz-LD ist dann erreicht, wenn der Lichtstrom den Grenzwert von 80% in der Anlage unterschreitet. Die Nutz-LD ist das Ergebnis der zwei Faktoren Lampenausfälle und Lichtstromabfall. Der Lichtstromabfall bei Leuchtstofflampen ist u.a. stark abhängig vom Leuchtstoff und dessen Alterungsverhalten bzw. von der Beschichtungstechnologie. Große Unterschiede ergeben sich bei den BASIC-Lichtfarben und den mit LUMILUX-Leuchtstoff (Dreibandenleuchtstoffe in Einschichttechnolgie) beschichteten Lampen.
Auf die LD der Lampe hat natürlich auch die Betriebsweise einen erheblichen Einfluss. Höhere Werte werden mit der EVG-Betriebsweise (Warmstart-EVG) erreicht im Vergleich zur Betriebsweise KVG/VVG.

Wie verhält sich eine FQ - Leuchtstofflampe bei Temperaturen zwischen 80 und 120 °C?
Die Lichtausbeute nimmt drastisch ab, EVG (Elektronische Vorschaltgeräte) sind im Allgemeinen nur bis 50 °C Umgebungstemperatur zugelassen. Außerdem wird unter diesen Bedingungen- je nach Konstruktion der Leuchte - die zulässige Sockelrandtemperatur überschritten (für alle FH und FQ max. 120 °C).

Welche Lichtfarbe unterdrückt die Algenproduktion in meinem Aquarium?
Hier empfehlen wir die Lichtfarbe 865 - 6500 K.
An der Wasseroberfläche sollten aber nicht mehr als 100.000 Lux vorhanden sein!

Welche Lichtfarben von Leuchtstofflampen kann man für Zwecke der Farbabmusterung verwenden?
Für die Farbabmusterung bietet OSRAM die COLOR proof mit einem Ra von 98 und Lichtfarbe 5300 K an (Norm D50).

Welche Lichtfarben von Leuchtstofflampen kann man für Zwecke der Farbabmusterung verwenden?
Für die Farbabmusterung bietet OSRAM die COLOR proof mit einem Ra von 98 und Lichtfarbe 5300 K an (Norm D50).

Wann lohnt sich das Abschalten von Leuchtstofflampen?
Die Lebensdauer von Leuchtstofflampen wird definiert mit dem in der IEC festgelegten Schaltrhythmus von 165 Minuten EIN und 15 Minuten AUS.Eine Beleuchtungsanlage mit Leuchtstofflampen sollte daher dann nicht abgeschaltet werden, wenn die Unterbrechungszeiten (AUS-Zeiten) weniger als 10 - 15 Minuten betragen.

Welche Lichtfarben von OSRAM - Leuchtstofflampen gehören zu den Tageslichtlampen?
Nach DIN 5035 und CIE gehören zur Gruppe der sogen. tageslichtweißen Leuchtstofflampen solche Lampen, deren Farbtemperatur > 5000 K beträgt. Zum Sortiment der tageslichtweißen Lampen gehören folgende Typen :
Lichtfarbe 765     etwa 6500 K     BASIC
Lichtfarbe 954     etwa 5400 K     LUMILUX DE LUXE
Lichtfarbe 865     etwa 6500 K     LUMILUX
Lichtfarbe 965     etwa 6500 K     LUMILUX DE LUXE
Lichtfarbe 880     etwa 8000 K     LUMILUX SKYWHITE
Die Lichtfarbe 965 kann quasi als Normlichtfarbe D65 angesehen werden.

Verändert sich beim Dimmen von Leuchtstofflampen die Lichtfarbe?
Beim Dimmen von Leuchtstofflampen gibt es eine geringe Farbdrift von 100 bis 300 K je nach Wattage und Farbtyp, also unkritisch. Allerdings verändert sich durch das Dimmen nicht nur der Lichtstrom, sondern auch die Leuchtdichte (Eigenhelligkeit) der Lampe. Da das menschliche Auge nur Leuchtdichtewerte bzw. Leuchtdichteunterschiede wahrnimmt, kann subjektiv der Eindruck einer geringen Farbveränderung entstehen. Dieser Effekt ist auch bei Kompakt-Leuchtstofflampen zu beobachten.

Steigert sich das Wohlbefinden, wenn ich die Lampe über dem Arbeitsplatz gegen eine BIOLUX austausche?
Aufgrund der geringen Effizienz der BIOLUX empfehlen wir diese nicht für die Beleuchtung am Arbeitsplatz.
Einen positiven Effekt auf Motivation und Lebensqualität bietet die LUMILUX SKYWHITE - Details entnehmen Sie bitte der Broschüre (im Download Bereich).

Was versteht man unter "Dreibandenlampen" und welche Typen gehören dazu?
Dreibandenlampen sind der heute übliche Standard und werden von OSRAM unter der Marke LUMILUX angeboten. Hier wird das Licht durch 3 Leuchtstoffe erzielt, deren Mischung zu weißem Licht hoher Qualität führt.
827     2700 K INTERNA
830     3000 K Warm White
835     3500 K White
840     4000 K Cool White
865     6500 K Cool Daylight
880     8000 K SKYWHITE

Welche Leuchtstofflampen kann man zur Beleuchtung von Tiefgaragen einsetzen, in denen die Lampen auch häufig geschaltet werden?
Empfohlen werden einlampige Leuchten mit Abdeckung (Feuchtraumleuchten) für Leuchtstofflampen 58 W, die mit einem geeigneten Warmstart-EVG ausgestattet sind.
Als EVG wird das Gerät QTS 1 x 55-58/230-240 von OSRAM empfohlen, welches speziell auf die Eigenschaften der Lampe in Verbindung mit dem häufigen Schalten abgestimmt ist. Neben der Auswahl von Lampe, Leuchte und EVG sollte noch darauf geachtet werden, dass jeder Brennzyklus nicht unter 10 min liegt (besser 15 min). Der Grund hierfür liegt darin, dass nach jeder Zündung der Lampe deren Elektroden eine bestimmte Zeit für das sogen. Freibrennen benötigen.

Optimal ist der Einsatz dimmbarer elektronischer Vorschaltgeräte (Schnittstelle 1 - 10 V). Hier läuft dann in der sogen. "Ausstellung" die Lampe mit 1% Lichtstrom bei kurzgeschlossenen Steuerklemmen; eingeschaltet bedeutet dann offene Steuerklemmen und damit 100% Lichtstrom, die Steuerklemmen werden somit zum Schalten genutzt. Diese Betriebsweise hat den Vorteil, dass die Elektroden der Lampe immer ausreichend auf Emissionstemperatur gehalten werden. Nachteilig ist der Energieverbrauch von etwa 13% auch während der sogen. "Ausstellung" durch die ständige Vorheizung der Elektroden.
Die aufgezeigten Lösungen sind hinsichtlich der Lebensdauer der Lampen im Vergleich zur Betriebsweise Drossel/Starter erheblich besser, allerdings hat der Kurzzeitbetrieb eine Verringerung der Lebensdauer der Lampe zur Folge, die jedoch bei der beschriebenen Betriebsweise mit EVG in vertretbarer Größe bleibt.

Können die neuen Leuchtstofflampen T5 (16 mm) auch in beliebiger Brennstellung eingesetzt werden?
Ja, Lampen FH und FQ sind in jeder Brennstellung einsetzbar. In der Regel werden die Leuchten an der Decke bzw. von der Decke abgehängt angeordnet, so dass sich daraus für die Lampe eine waagerechte Brennstellung ergibt. In Fällen, bei denen die Lampen bzw. Leuchten senkrecht oder geneigt angeordnet werden, müssen die Lampen so eingesetzt werden, dass die Seite mit der Typenbezeichnung (Stempel) sich unten befindet (kälteste notwendige Stelle für optimalen Lichtstrom unten). Bei den T 5 in Ringform FC und senkrechter Anordnung soll sich der Lampensockel unten befinden.

Sollen T5 (16 mm) - Leuchtstofflampen eingebrannt werden?
Gemäß der Norm empfehlen wir eine Einbrennzeit von 100 Stunden zur Sicherstellung der vollständigen Stabilisierung neuer Lampen unter Volllast.

Warum werden bei T 5 (16 mm) - Leuchtstofflampen zwei Werte für den Lichtstrom angegeben?
T5 (16 mm) - Leuchtstofflampen Stabform FH und FQ erreichen ihren maximalen Lichtstrom bei einer Lampenumgebungstemperatur von 35° C (-1 / +3 K), d.h. bei einer Temperatur, die in nahezu allen Leuchten für Leuchtstofflampen sich im Betrieb einstellt. Es resultiert ein im Regelfall höherer Leuchtenbetriebswirkungsgrad.
In der Norm IEC 60081 für Leuchtstofflampen ist die Lichtstromangabe generell bei 25° C festgelegt, da dies (auf Basis der T8) die Planungsgrundlage und auch die Basis photometrischer Messungen ist. Demzufolge wird für Planungs- und Berechnungszwecke der Lichtstrom bei 25° C als Nennlichtstrom genannt.

Können Leuchtstofflampen T5 (16 mm) auch in der Außenbeleuchtung eingesetzt werden?
T5 wurden ursprünglich für den Innenbereich optimiert - mit einem Lichtstromoptimum bei 35°C Leuchteninnentemperatur.
Für den Außenbereich bietet OSRAM mit der T5 HO CONSTANT eine spezielle Lampe an, die auch bei nur 5°C Leuchteninnentemperatur einen Lichtstrom von >90% des Optimums bietet. Abhängig von der Konstruktion der Leuchte (um eine hohe Innenwärme sicherzustellen) kann damit auch bei Minusgraden ein guter Lichtstrom erzielt werden.

-Senden Sie uns bitte auch Ihre Fragen. Diese nehmen wir hier gerne mit einer Antwort auf.

Ihr Team Herkulux